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Über Eningen

(früher auch: Eningen u. A., seit 2008 Eningen unter Achalm) hat heute knapp 11.000 Einwohner und befindet sich etwa 5 Kilometer entfernt von der Stadt Reutlingen.

Trotz seiner Größe ist Eningen keine Stadt. Es liegt eingebettet zwischen dem Hausberg der Achalm (707 m), welche sich Eningen mit Reutlingen teilt, und der Schwäbischen Alb. In einem Tal, das der Leinsbach durchquert, liegt der alte Ortskern. Auf der Wenge entstand ab den 1920er Jahren das Neue Viertel.

Blick vom Drackenberg auf Eningen und die Achalm

Im Ort ist alles vorhanden, was man für das tägliche Leben und darüber hinaus benötigt. Seit dem Kriegsende erlebte Eningen einen großen Bevölkerungszuwachs.

Erholungsgebiet für die Umgebung

Die Lage Eningens zwischen Achalm und der Schwäbischen Alb macht die Gemeinde zu einem beliebten Wohnort. Ansonsten eignet sich der Ort besonders als Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere Umgebung.
Diese naturnahe Gegend ist aufgrund ihrer Vielfältigkeit und den Möglichkeiten ein gutes Ziel sowohl für Wanderer als auch Familienausflügler. Obwohl an sonnigen Wochenenden viele Einwohner und Auswärtige die Umgebung Eningens besuchen, ist das Gebiet durch seine Großzügigkeit nicht überlaufen.

 Das Arbachtal mit dem Unteren Lindenhof und Mädlesfelsen

Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Wege führen in alle Richtungen und die Landschaft ist abwechslungsreich. Im Sommer wie im Winter sind Achalm, Arbachtal und Eninger Weide einen Besuch wert. Im Winter sind auf der Alb die Skilanglaufloipen gespurt, wo man kilometerweite Strecken zurücklegen kann.

Grabhügelgruppe Ehrenwäldle

An der Straße nach Glems liegt zu linker Hand die Grabhügelgruppe „Ehrenwäldle“.

Infotafel

Hierbei handelt es sich um eine keltische Hinterlassenschaft, die etwa aus der gleichen Zeit stammt wie die Höhensiedlung am Rappenplatz. Offenbar schätzten die Kelten die Lage zwischen Echaz- und Ermstal, und kamen vielleicht regelmäßig hierher. Sicher ist, dass es in der Nähe eine Siedlung gehabt haben muss, deren Bewohner die Grabhügel anlegten.

Teil der Grabhügel

Für Jahrhunderte wuchs Gras und Wald über den Keltenfriedhof. Römer und Alemannen wurden in dieser Gegend ansässig und die Grabhügel gerieten in Vergessenheit. Im Lauf der Erschließung neuer landwirtschaftlicher Flächen nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden vielerorts die Gräber aus der keltischen Zeit wieder freigelegt, durch die Bearbeitung mit motorisierten Maschinen ab dem 19. Jahrhundert jedoch auch schnell wieder geschliffen. 

Einsamer Baum

In unseren Tagen ist der Friedhof von einer Hochspannungsleitung mit Strommasten überspannt. Trotz des langen Zeitraums sind die Kuppen bei der Grabhügelgruppe „Ehrenwäldle“ noch ausmachbar.


Morgendämmerung im Arbachtal

Blick Richtung Mädlesfelsen, Ende September gegen sieben Uhr morgens. Zwischen den beiden Aufnahmen liegt eine knappe Viertelstunde.


Der Roßberg von Eningen gesehen

 Blick von den Obstbaumwiesen unterhalb des Gutenberges über Eningen und Pfullingen hinweg zum Albtrauf mit der markanten Kuppe des Roßberges. Interessant sind auch die Türme der beiden Eninger Kirchen, evangelische Andreaskirche links und katholische Liebfrauenkirche rechts davon.

Vom Bürzlenberg ist sogar der Aussichtsturm gut zu erkennen. Bekanntlich gehört der Roßberg zu Gönningen und ist mit einer Höhe von 869 Metern die höchste Erhebung des Stadtgebiets von Reutlingen.

Ein spätnachmittaglicher Blick im Winter, vom Bruckberg bis zum Roßbergturm

Rund um den Bruckberg

Mittig sieht man den Mädlesfels (774 Meter), rechts daneben den Urselhochberg (789 Meter).

Zur warmen Jahreszeit ein oft anzutreffendes Bild: Pferde am Bruckberg

Schöner Spätsommer

Am Schönen Weg



Hier läuft man zwischen Obstbaumwiesen und ehemaligen Weinbergen auf halber Höhe zum Wengenbuckel. Der Weinbau in Eningen wurde über Jahrhunderte betrieben, noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Heute freuen sich die Gütlesbesitzer über die sonnige Lage.


Von der Schillerstraße biegt man rechts auf den Schönen Weg ab. Von dort hat man wunderschöne Aussichten auf das Arbachtal und die Alb.

 Oder wie hier auch auf Pfullingen mit dem Georgenberg

Am Oberen Marktweg

Der Weg beginnt am Ortsrand, zwischen dem Egerhof und dem Naturfreundehaus, und reicht bis zum Unteren Lindenhof.

Hier liegt einem das Arbachtal zu Füßen.

 Gute Aussichten wie hier nach Pfullingen und Reutlingen sind immer dabei.

 Der Mädlesfelsen ganz oben gehört schon zu Pfullingen. Der Untere Lindenhof präsentiert sich im Frühling von seiner schönsten Seite.

Der Südbahnhof

Der Südbahnhof liegt zwischen Eningen und Reutlingen und trug nach der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Reutlingen-Kleinengstingen im Jahre 1892 die Bezeichnung "Eningen u.A.".

Winterliche Ansicht

1899 wurde eine Lokalbahn von Eningen nach Reutlingen eröffnet, um der Bevölkerung den langen Weg von 4 Kilometern zum Südbahnhof zu ersparen. Sie wurde ab 1912 elektrisch betrieben und fuhr am Südbahnhof vorbei, wo ab 1916 auch eine Straßenbahn nach Pfullingen abzweigte. Heute verkehren hier noch mehrere Stadt- und Regionalbusse, die aber unterschiedliche Haltestellen anfahren.

Der Südbahnhof im Jahr 2007

Eine Perspektive für die Zukunft wäre die Aufnahme eines Stadtbahnbetriebes, der die alte Trassenführung aufnimmt und über Pfullingen-Unterhausen-Honau die Alb ans Unterland anbindet. Schon jetzt könnte man am Bahnhof eine zentrale Haltestelle einrichten, wo die Fahrgäste aus Eningen, Reutlingen, Pfullingen und anderen Orten problemlos umsteigen können, ohne lange Wege und ohne eine Autostraße überqueren zu müssen.

Die Bahnhofseinfahrt im September 2010

Das würde nicht nur den Stadtbussen zusätzliche Fahrgäste bescheren, schon wegen Park+Ride, sondern wäre auch ein Plus für den Expresso von Pfullingen zum Flughafen Stuttgart und nach Bernhausen, weil es hier keine Parkplatzprobleme gibt wie am Reutlinger ZOB und die Fahrgäste dann auch direkt von ihrem Heimatort den Bus benutzen könnten und nur kurz am Südbahnhof umsteigen müssten.

Südbahnhof mit Stadtbus im Dezember 2011

Vorerst ist schon einmal gesichert, dass in unmittelbarer Nähe die neue Stadtumgehung von Reutlingen vorbeiführen wird, die sich im Moment im Bau befindet.

Ausflug auf den Mädlesfelsen

Drei Wandersleute genießen die herrliche Aussicht vom Mädchenfelsen auf die Alb und das Arbachtal. Schon vor dem Krieg war dieser Ort offenbar ein beliebtes Ausflugsziel. Nicht anders wäre es ja zu erwarten, denn unten im Tal, in Eningen, gab es zum einen die Straßenbahn, von der aus man zu seiner Wanderung aufbrechen konnte, und zum anderen gute Gasthäuser, wo man am Ende des Tages einkehrte.

Mädlesfelsen bei Eningen 1913

 Der Mädlesfelsen (774 m), auch Mädchenfelsen genannt. Hierhin kann man schöne Wanderungen machen. Zuerst durchquert man das landschaftlich reizvolle Arbachtal, umgeben vom Albtrauf bis zum Unteren Lindenhof. Von dort verläuft ein Weg durch den Wald bis zum Aussichtspunkt. Erreichbar ist der Mädchenfelsen auch vom Pfullinger Übersberg aus. Die Aussicht ist einfach unvergleichlich, reicht sie von der Alb über das Arbachtal hinaus zur Achalm, bis nach Reutlingen und in die Tübinger Gegend.

Glemser Stausee

Menschen, die in Eningen wohnen und etwas spazieren wollen, kommen gerne hierhin. Man fährt auf der Kreisstraße von Eningen oder Neuhausen bis zum Wanderparkplatz, wo es auch schattige Abstellmöglichkeiten gibt. Hier startet der Rundgang. Der Glemser Stausee ist ein künstlich angelegter See. Die hohe Staumauer ist mit Erdreich verdeckt und schneidet das Tal von ihm ab. Von der Staumauer hat man einen besonders schönen Ausblick auf den See. Darüber hinaus kann man hier das Hotel und den Albtrauf sehen. Oberhalb erkennbar ist der Strommast, der die Schwäbische Alb mit dem Unterland verbindet.

Blick über den See mit Hotel und Pumpspeicherkraftwerk

Rundgang am See

Der Zustand der Wege ist gut, es sind teils asphaltierte, teils auch geschotterte Wege. Anspruch ist mittel, es gibt sowohl ebene Strecken als auch welche mit leichtem Anstieg.

Nach dem Spaziergang am baumfreien Ufer kommt man in einen Wald, wo man sich links halten muss. Es geht etwas bergauf, hier sind schöne Wegsteine aus alten Zeiten zu finden. Die Aussicht, die man früher hier noch genießen konnte, ist heute mit Bäumen verwachsen. Unterhalb des Waldes betritt man den hinteren Bereich des Sees. Hier gibt es eine Fischtreppe sowie Informationen auf einer Schautafel. Etwas weiter befindet sich ein kleines Biotop mit geschützten Arten. Ab und zu halten sich hier Angler auf, denen man bei ihrer Tätigkeit zuschauen kann. Der Waldweg ist hier licht und führt nach einiger Zeit wieder ins Freie, genauer gesagt zu dem bekannten Turbinenkraftwerk. Die Turbinen produzieren gemeinsam mit dem Wasser, das aus dem Stausee auf der Albhochfläche herunterkommt, den Strom. Als Ausstellungsstück steht hier auch eine Turbine, die in Stuttgart in Betrieb war. Weitere Informationen kann der Besucher den Schautafeln entnehmen. Hier ist der Spaziergang um den Glemser Stausee auch schon fast beendet.

Die Turbine begeistert nicht nur die jungen Besucher

Stausee-Hotel

Es geht noch ein Stückchen den Berg hinauf und oberhalb steht schon das Stausee-Hotel mit seiner Aussichtsterrasse. Wer noch ein wenig diese Aussicht genießen will, dem sei das Restaurant dort sehr zu empfehlen. Es pflegt die Küche der obersten Klasse, bietet aber auch sehr gute und nicht zu teure Kuchen und Torten an, die bei einem Kännchen Kaffee umso leckerer schmecken. Die Preise sind entsprechend, aber Qualität und Service sind exzellent und überregional bekannt.

Ostufer mit Stausee-Hotel

Ein schöner Ausflugsort für die ganze Familie

Dieser Stausee eignet sich für jede Altersgruppe und alle Arten von Ausflüglern. Egal ob man allein hierher kommt oder mit der ganzen Familie. Egal ob man nur eine kleine Runde laufen will oder eine Wanderung plant. Jeder wird hier etwas Schönes erleben. Auch in der Umgebung des Sees gibt es eine Vielzahl an Wanderwegen, die durch den Wald bis nach Eningen zur Achalm, auf die Schwäbische Alb und durch Obstbaumwiesen bis nach Metzingen reichen. Auf der Terrasse des Stausee-Hotels sitzt man gut und hat von hier eine hervorragende Aussicht. Natürlich sind die Anwohner aus der Region im Vorteil, denn die haben es nicht weit. An den Nachmittagen und Sonntagen halten sich hier zu jeder Jahreszeit Ausflügler auf, aber es ist nicht immer überlaufen. Viele Leute steuern auch nur das Restaurant an, das über einen eigenen Parkplatz verfügt.

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